Rote Sterne erweitern Kader

Nach dem Aufstieg in die Landesklasse haben sich die Sudenburger gezielt verstärkt. Fünf Neuzugänge sollen dem Team von Trainer Patrick Reich mehr Breite und Qualität bringen.

Die Liga hat sich zur neuen Saison geändert, die Transferphilosophie ist aber immer noch dieselbe wie in den vergangenen Jahren. "Die Jungs müssen in erster Linie menschlich in unsere Mannschaft passen", betont Patrick Reich, der Trainer von Roter Stern Sudenburg, auf die Frage nach Neuverpflichtungen. So lautete auch in diesem Sommer die klare Maßgabe für potenzielle Verstärkungen. Von diesen konnte der amtierende Stadtmeister für die neuen Aufgaben in der Landesklasse 2 bisher fünf präsentieren.

Neues Duo vom MSC
"Wir sind breiter aufgestellt, die Konkurrenz ist größer geworden", freut sich Reich über den Zuwachs in der Mannschaft. Und: Die Neuzugänge der Sterne passen nicht nur charakterlich ins Team, sie bringen auch eine Menge Qualität und Potential mit. So sicherten sich die Sudenburger mit Lukas Pakebusch und Philipp Graupner etwas zwei 23-jährige Defensivspieler vom MSC Preussen., die in den vergangenen Jahren ihre Erfahrungen in der Verbands- und Landesliga sammeln konnten.
"Wir sind froh, dass sie den Weg zu uns gefunden haben", sagt Reich. Der Weg zum Aufsteiger führte dabei über einen anderen ehemaligen Preussen: Ian Adrian Felgenhauer. Der Unterschiedsspieler der Sterne, der in der Vorsaison beeindruckende 47 Scorerpunkte verbucht hatte, kennt beide noch aus gemeinsamen Zeiten beim MSC und "hat fleißig die Werbetrommel gerührt", erzählt Reich. "Viel Überzeugungsarbeit war von uns am Ende gar nicht mehr nötig. Das haben die Spieler schon unter sich gemacht", ergänzt der 38-Jährige.

Keine Eingewöhnung nötig
Ganz ähnlich lief es bei Gino-Fabian Gläser. Der 23-Jährige hatte schon bis 2022 in Sudenburg gespielt - und kehrt nun nach drei Jahren beim Osterweddinger SV zurück. "Ich habe ihn schon seit der D-Jugend trainiert und später auch zu den Herren geholt. So eine Verbindung bricht nicht ab", sagt Reich. Die Rückkehr des dynamischen und laufstarken Linksfußes bietet den Sternen viele Möglichkeiten: "Wir sehen ihn auf der linken Schiene, vom Prinzip her ist er aber sehr flexibel und kann alles spielen."
Ebenfalls für die Außenpositionen eingeplant ist ist Nils Freise, der vom Landesklasse-Absteiger Germania Olvenstedt zum Aufsteiger kommt. "Bei ihm kam der Kontakt über David Abraham zustande. Die beiden sind gute Freunde", berichtet Reich. Im Probetraining hatte sich Freise selbst ein Bild von der Mannschaft machen können - und offenbar gefiel es dem 21-Jährigen. "Er ist ein super Junge, bringt ziemlich viel Tempo mit", attestiert der Trainer und ergänzt: "Er ist nicht der Edeltechniker, aber ein absoluter Kämpfer. Solche Spieler braucht es auch."
Auch beim fünften Neuzugang macht sich der Trainer keine Gedanken um die Eingewöhnung - immerhin kennt Janek Subke die Dodendorfer Straße schon gut. Zwar hat der 22-Jährige dort noch nie gespielt, doch hat er bei den Sternen schon fleißig mitgemacht. In der Saison 2023/24 war Subke regelmäßiger Trainingsgast. Bei den Sudenburgern hatte sich der Student unter der Woche fit gehalten, an den Spieltagen war er dann in der altmärkischen Heimat für den SV Liesten (Landesklasse 1) aufgelaufen.
In der vergangenen Spielzeit versuchte Subke sein Glück beim Landesligisten TuS Schwarz Weiß Bismark. "Mit maximal einem Training pro Woche war da aber wenig zu machen", Sagt Reich. "Darum sind wir umso glücklicher, dass er nun fest bei uns ist." Auch die "kleine Achillesferse" in der dünn besetzten Mittelfeldzentrale ist damit geschlossen.
"Wir sind mit der Kaderplanung sehr zufrieden", unterstreicht Reich. Zumal sich mit Angreifer Enea Kokonozi lediglich ein Akteur aus privaten Gründen verabschiedet hat. Dennoch: Träumen von der oberen Tabellenregion der Landesklasse 2 gibt man sich in der Dodendorfer Straße trotz der gezielten Verstärkungen im Kader nicht hin. "Unser Ziel als Aufsteiger ist einzig der Klassenerhalt", betont Reich. Schließlich sind die Roten Sterne neu in der Liga.

Quelle: Magdeburger Volksstimme vom 25.07.2025